Frauen

16 Tage gegen Gewalt an Frauen - Freiburger Aktionstage


Veranstaltungsüberblick:

Aktionen und Informationen zum Thema im Rahmen des gesamten Aktionszeitraum der "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" vom 25. November – 10. Dezember

iz3w – informationszentrum 3. welt
iz3w Heft 363 (November/Dezember 2017): Sexualisierte Gewalt
Die neue Ausgabe der Zeitschrift zwischen Nord und Süd – iz3w - fokussiert sexualisierte Gewalt als eine Form von Machtmissbrauch. Wer von der (patriarchalen) Norm abweicht und Rollenzuschreibungen ablehnt, ist weltweit ein potentielles Opfer von sexualisierter und geschlechterbasierter Gewaltausübung.  Sexualisierte Gewalt im Kontext von (Bürger-)Kriegen, Flucht und Migration ist in den letzten Jahren immens angestiegen. Diese Form der Gewalt zielt darauf ab, das Gegenüber nachhaltig zu zerstören. Extreme Ausformungen sexualisierter Gewalt sind Feminizide in Lateinamerika, "korrektive Vergewaltigungen" von Lesben in Südafrika oder Foltergefängnisse für Schwule in Tschetschenien. Wir fragen uns, was sind die Hintergründe dieser Gewalt? Und was kann dagegen getan werden?
Das Heft hat 52 Seiten und kostet 5,30 Euro. Ab 23. Oktober in Freiburg erhältlich in der jos fritz Buchhandlung, den Weltläden Gerberau und Herdern, im Infoladen KTS, in der Bahnhofsbuchhandlung oder direkt beim iz3w, Kronenstraße 16a, www.iz3w.org


25. November - 10. Dezember
Stelle zur Gleichberechtigung der Frau, Stadt Freiburg
Plakat-Aktion 'Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen'
im Stadtgebiet Freiburg

 
25. November - 10. Dezember
Stelle zur Gleichberechtigung der Frau, Stadt Freiburg und Frauenhorizonte- gegen sexuelle Gewalt e.V.
Fahnenaktion 'Frei leben ohne Gewalt'
Rathaus: Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg • Frauenhorizonte: Basler Straße 8
Die Stelle zur Gleichberechtigung der Frau und Frauenhorizonte e. V. nehmen auch in diesem Jahr an der von TERRE DES FEMMES initiierten bundesweiten Fahnenaktion "Frei leben ohne Gewalt" teil. Die Fahnen am Balkon des Neuen Rathauses und am Haus Basler Straße 8 werden vom 25. November bis zum 10. Dezember im öffentlichen Raum gehisst und weisen darauf hin, dass jegliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu ächten ist.


25. November - 10. Dezember
Frauenhorizonte- Gegen sexuelle Gewalt e.V. in Kooperation mit der Thalia Buchhandlung Herder & Thalia
Buchschaufenster bei Thalia
Thalia-Buchhandlung Herder & Thalia, Kaiser-Joseph-Straße 180, 79098 Freiburg
Die Buchhandlung Herder & Thalia und Frauenhorizonte gestalten im Rahmen der "16Tage gegen Gewalt an Frauen"-Aktion gemeinsam ein Buchschaufenster.
Bücher und Medien mit dem Schwerpunkt sexualisierte Gewalt sowie zu Frauen aller Kulturen sollen auf gesellschaftliche Ungerechtigkeit und Missstände aufmerksam machen und darüber informieren.

25. November - 10. Dezember
Frauenhorizonte- Gegen sexuelle Gewalt e.V. in Kooperation mit Freiburger Cafés, Kneipen, Clubs und Restaurants
Gastro-Aktion in Freiburger Cafés, Kneipen, Restaurants und Clubs
in verschiedenen Freiburger Cafés, Kneipen, Clubs und Restaurants
Frauenhorizonte e.V. - gegen sexuelle Gewalt unterstützt Frauen und Mädchen in Freiburg und Umgebung, die sexualisierte Gewalt erlebt haben oder sich davon bedroht fühlen. Für die Freiburger "16 Tage"-Kampagne kooperiert Frauenhorizonte mit engagierten Freiburger Clubs, Cafés und Gaststätten, die während den Aktionstagen mit zahlreichen Benefiz-Aktionen die Arbeit von Frauenhorizonte unterstützen. Einige Partner spenden anteilig von ihren Einnahmen während der gesamten 16 Tage, andere verkaufen spezielle "Frauenhorizonte-Soli-Getränke", weitere veranstalten Aktionstage zum Thema "Gewalt gegen Frauen und Mädchen". Ausliegendes Informationsmaterial zu sexualisierter Gewalt informiert in den beteiligten Lokalen.


Internationaler Tag der UNO zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen


Samstag, 25. November
Frauenverband Courage Freiburg in Kooperation mit AMICA e.V. und dem Freiburger Aktionsbündnis "16 Tage gegen Gewalt an Frauen"
Auftaktveranstaltung  
"Internationale Frauensolidarität macht stark – Bericht von der Weltfrauenkonferenz in Nepal"
16 Uhr im Familienzentrum Klara, Büggenreuterstraße12, 2. OG, 79106 Freiburg-Stühlinger barrierefrei 
In der Auftaktveranstaltung nehmen wir die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, die im März 2016 in Kathmandu in Nepal stattfand, zum Anlass, uns mit den verschiedenen Lebenssituationen von Frauen auseinanderzusetzen. An der Konferenz, die alle fünf Jahre durchgeführt wird, nahm auch Mira Kaizl vom Frauenverband Courage teil. Es kamen 1.300 Teilnehmer*innen aus 48 Ländern zusammen, um sich auszutauschen, sich gegenseitig zu mobilisieren und sich weltweit für die Gleichberechtigung der Frau einzusetzen.
Nach Informationen über die Ziele und Ergebnisse der Konferenz, den laufenden Prozess sowie die Vorbereitungen für die nächste Weltfrauenkonferenz wird ShadaElmagri, eine junge Aktivistin aus Libyen und Praktikantin bei AMICA e.V., über die Situation von Frauen nach der Revolution in ihrem Land sprechen. Sie wird zudem die Arbeit einer libyschen Friedensinitiative schildern. Abschließend werden wir die Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz diskutieren und uns über unsere Erfahrungen austauschen.


Workshops


Wen-Do: Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Mädchen_ und Frauen_
Im Wen-Do-Kurs geht es darum, zu lernen, die eigenen Kräfte besser zu nutzen, sich durchzusetzen, sich zu behaupten und sich zu verteidigen. Die eigenen Stärken kennen und besser für sich einsetzen – und das nicht nur in gefährlichen Situationen, sondern im ganz gewöhnlichen Alltag. Wir üben "Nein!" zu sagen und Grenzen zu setzen. Was wirkt gut gegen Belästigungen oder Anmache? Wenn du/Sie übergangen, lächerlich gemacht, ausgegrenzt oder sogar körperlich angegriffen wirst/werden?

Freitag, 24. + Samstag, 25. November 2017 
Tritta e.V. - Verein für feministische Mädchenarbeit
Grundkurs für Mädchen_ von 14 – 17 Jahren
Freitag: 16:30 – 19 Uhr + Samstag: 11 – 15:30 Uhr Tritta e.V., Basler Straße 8, 79100 Freiburg Kosten: 55 € / 35 € / 25 €

Freitag, 24. + Samstag,  25. November 2017
die Einrichtungen der "Basler 8" und feministisches zentrum*
Grundkurs für Frauen_ Inklusiv
Freitag: 17:30 – 20 Uhr + Samstag: 10 - 15 Uhr Feministisches Zentrum, Faulerstraße 20, 79098 Freiburg barrierefrei Kosten: 80 € / 60 € / 35 €

Freitag, 24. + Sonntag, 26.November 2017 
Tritta e.V. - Verein für feministische Mädchenarbeit
Grundkurs für Mädchen_ von 6 - 9 Jahren
Freitag: 15:30 – 17:30 Uhr + Samstag: 10 - 14 Uhr + Sonntag: 10 – 13 Uhr Saal der BewohnerIn, 1.OG, Langemarckstraße 97, 79100 Freiburg Kosten: 70 € / 45 € / 30 €

Freitag, 01. + Samstag,  02. Dezember 2017
Tritta e.V. - Verein für feministische Mädchenarbeit
Aufbaukurs für Mädchen_ von 11 – 14 Jahren
Freitag: 16:30 – 18:30 Uhr, Samstag: 10 – 14 Uhr Tritta e.V., Basler Straße 8 Kosten: 45 € / 30 € / 20 €

Für alle Kurse ist eine Anmeldung bei Tritta e.V., Basler Str. 8, 79100 Freiburg, info [at] tritta-freiburg [dot] de (info [at] tritta-freiburg [dot] de) erforderlich:
Die Teilnahmebeiträge sind nach Einkommen gestaffelt:

1. Preis: ohne Ermäßigung | 2. Preis: ermäßigter Preis bei Bezug von Wohngeld oder ALG I |
3. Preis: ermäßigter Preis bei ALG II-Bezug. Wir nehmen auch Bildungs- und Teilhabegutscheine an!


Veranstaltungen


Sonntag, 26. November.
Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg e.V.
Filmabend und partizipatives Erzählcafé
"Die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen"
19.30 Uhr Feministisches Zentrum, Faulerstraße 20 (Grethergelände), 79098 Freiburg barrierefrei
Eintritt frei, Eine Veranstaltung für Frauen und Transen
1978 drehte Cristina Perincioli zusammen mit Frauen aus dem ersten Frauenhaus der Bundesrepublik in Berlin diesen dokumentarischen Spielfilm. Ein Klassiker, der über die BRD hinaus Furore machte und das Thema Gewalt in nahen Beziehungen in die Kinos brachte. Nach dem Film ist Zeit zum Austausch: zwischen Frauen, die den Film nach langer Zeit wieder oder ihn zum ersten Mal sehen. Zwischen Migrantinnen und Eingesessenen, Studis*, Ü-50ties* oder ganz anderen. Über die Anfänge der Frauenhausbewegung, die BRD in den 70er Jahren und gegenwärtige Verhältnisse.


Dienstag, 28. November
Anwältinnen ohne Grenzen e.V. in Kooperation mit DaMigra e.V. und dem Aktionsbündnis "16 Tage gegen Gewalt an Frauen"
Vortrag
Frau, Flucht und Gewalt: der Schutz von flüchtenden Frauen vor Gewalt in Frankreich
Referentin: Anna Pingen, Juristin aus Frankreich, Mitglied bei Anwältinnen ohne Grenzen
19 Uhr   Südwind Freiburg e.V., Lorettostraße 42, 79098 Freiburg
Frauen auf der Flucht, die unter anderem auch der Gewalt ihres Ursprungslandes entfliehen wollen, erleben oft Gewalt auf dem Fluchtweg, nicht selten aber auch in den Flüchtlingsunterkünften des Staates, wo sie hofften eine sichere Zuflucht gefunden zu haben.
Der Vortrag beleuchtet, ob und unter welchen Bedingungen in Frankreich "Gewalt gegen Frauen" als ein rechtlicher Fluchtgrund anerkannt wird und ob durch die Anerkennung ein besonderer Schutz für Frauen existiert. Darüberhinaus soll die konkrete Frage nach dem Schutz vor Gewalt an diesen Frauen in den französischen Flüchtlingsunterkünften beleuchtet werden.

Mittwoch, 29. November                    
Freiburger Interventionsprojekt gegen Häusliche Gewalt (FRIG) 
Fachtagung Freiburger Interventionsprojekt gegen Häusliche Gewalt (FRIG)
"Stalking und Häusliche Gewalt – 10 Jahre Stalkinggesetz – Bilanz und Ausblick"
9 – 16.15 Uhr      Historisches Kaufhaus Freiburg – Kaisersaal  Münsterplatz, 79098 Freiburg  •  barrierefrei
Seit mehr als 10 Jahren gibt es das Stalking-Gesetz (§238 StGB). Die Fachtagung möchte beleuchten, wie hilfreich das Gesetz für Stalking-Opfer war, mehrheitlich Frauen, die von Ex-Partnern verfolgt werden. Seit diesem Frühjahr gibt es eine Änderung des §238: die von Stalking betroffenen Personen müssen nicht mehr nachweisen, dass sie in ihrer Lebensführung durch das Stalking beeinträchtigt sind. Wird sich diese Änderung positiv für die Betroffenen im Sinne einer besseren Strafverfolgung auswirken? Diese und andere Fragen werden bei der Veranstaltung diskutiert, in der namhafte Expert*innen ihre Erkenntnisse aus psychologischer, polizeilicher und juristischer Sicht darlegen.    

Freitag, 1. Dezember     
AMICA e.V. und Volkshochschule Freiburg
Frauen im Libanon - Fotoreportage und Vortrag
Christina Brun, Fotojournalistin
19.30 Uhr    VHS im Schwarzen Kloster, Rotteckring 12, Theatersaal  •  barrierefrei •  6 € Abendkasse, mit VHS-Vortragspass gebührenfrei
Schönheit und Hoffnung, Armut und Korruption - der Libanon ist ein Land der Gegensätze. 2016 bereiste die Schweizer Fotografin Christina Brun das kleine Land im Nahen Osten, das weltweit die meisten Flüchtlinge aus dem syrischen Bürgerkrieg aufgenommen hat. Mit syrischen und libanesischen Frauen führte sie ein Fotoprojekt durch, das außergewöhnliche Einblicke gewährt. In Bildern und Texten erzählen die Frauen ihre eigenen Geschichten, die nicht nur Probleme und Herausforderungen aufzeigen, sondern Momente voller Liebe, Freude und Träume - jene Augenblicke, die das Leben lebenswert machen.

Freitag, 1. Dezember     
Freiburger Lesbenfilmtage e.V. in Kooperation mit der Stelle zur Gleichberechtigung der Frau, Stadt Freiburg
Lesung: Carolin Emcke "Gegen den Hass"
20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)    Historisches Kaufhaus Freiburg barrierefrei Eintritt: 12 €, ermäßigt 10 €
Moderation: Dominique Schirmer
Im Rahmen der SPÄTLESE 2017 der Freiburger Lesbenfilmtage (1./2.12.) liest Carolin Emcke aus ihrem aktuellen Buch "Gegen den Hass". Carolin Emcke ist freie Publizistin, Kolumnistin der Süddeutschen Zeitung, Autorin und Reporterin für DIE ZEIT und erhielt 2016 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Rassismus, Fanatismus, Demokratiefeindlichkeit – in der zunehmend polarisierten Öffentlichkeit dominiert vor allem jenes Denken, das Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an den eigenen zulässt. Diesem dogmatischen Denken, das keine Schattierungen berücksichtigt, setzt Carolin Emcke in ihrem engagierten Essay ein Lob des Vielstimmigen, des "Unreinen" entgegen. Eine Streitschrift für alle, die überzeugende Argumente suchen, um eine humanistische Haltung und eine offene Gesellschaft zu verteidigen.


Dienstag, 5. Dezember + Dienstag, 12. Dezember
Südnordfunk und LaRadio bei Radio Dreyeckland
Radiosendung
Schreit auf! Frauenrechtsinitiativen in Argentinien, Mexiko und Deutschland
auf 102,3 MHz – Radio Dreyeckland: am 5.12. südnordfunk um 16 Uhr + am 12.12. LaRadio um 20 Uhr oder als Livestream auf www.rdl.de  ab dem 6.12. zum Herunterladen: https://www.iz3w.org/projekte/suednordfunk/43-schreit-auf
Die südnordfunker*innen der iz3w Magazinsendung und die LasRadias* schauen in diesen Sendungen auf Frauenrechtsinitiativen in Argentinien, Mexiko und Deutschland: Aus Argentinien spricht die Bewegung #NiUnaMenos, aus Mexiko kommen Aktivist*innen zu Wort, die sich gegen das "Gewaltsame Verschwindenlassen" von Frauen wenden. Aktive des in Köln initiierten " Peer 2 Peer - Experts by Experience " Programms von medica mondiale berichten darüber, wie sie als Frauen mit entsprechender Erfahrung andere geflüchtete Frauen und Migrantinnen bei der Bewältigung von Gewalterfahrungen unterstützen.

Mittwoch, 6.  + Freitag, 8. Dezember
AMICA e.V. und Kommunales Kino
Film "WOMEN WITHOUT MEN"
Regie: Shirin Neshat  Drehbuch: Shirin Neshat, ShahrnushParsipur, ShojaAzari, Steven Henry Madoff 2009,  95 Minuten
Mi, 6.12. - 19:30 Uhr + Fr, 8.12. – 21.30 Uhr    Kommunales Kino, Urachstraße 40, 79102 Freiburg barrierefrei Geflüchtete haben freien Kinoeintritt
WOMEN WITHOUT MEN ist eine Adaption von ShahrnushParsipur's magisch realistischem Roman und der erste Langfilm der renommierten iranischen Video-Künstlerin Shirin Neshat. Der Film gibt einen Einblick in den Sommer des Jahres 1953, welcher ein verhängnisvoller Moment in der iranischen Geschichte darstellt, als ein amerikanischer-britischer Staatsstreich die Wahl des demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Mohammad Mossadegh als ungültig erklärt und den Schah wieder an die Macht setzt. Die Geschichte verfolgt auf poetische Weise die verflochtenen Leben vierer iranischer Frauen, die sich in diesem Sommer von den persönlichen Fesseln zu lösen versuchen, um sich für das eigene Land stark zu machen.
Munis(ShabnamTolouei) ist eine politische Aktivistin, die gegen ihren Willen verheiratet werden soll. Sie wird von ihrer Freundin Faezeh (PegahFerydoni) gerettet und schließt sich den Demonstrationen an. Auch die junge Prostituierte Zarin (OrsiTóth) will die Vergangenheit hinter sich lassen. Sie begegnen bei einem Fest in einem paradiesischen Garten vor den Toren der Stadt, das die kunstliebende Fakhri (AritaShahrzad) ausrichtet. Doch das Glück und die Freiheit, nach dem sie sich alle sehnen, währen nur einen Augenblick…

Donnerstag, 7. Dezember
IN VIA Mädchen- und Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg e.V. - Projekt "DOUNIA"
Frauen zeigen Farbe! Kunstausstellung
18:00 Uhr IN VIA Mädchen- und Frauentreff, Poststraße 9, 79098 Freiburg Eintritt frei nicht barrierefrei
Die Künstlerin Mona Omar ist in Syrien geboren, hat palästinensische Wurzeln und lebt seit zwei Jahren in Deutschland. Sie hat an unterschiedlichen Universitäten im Nahen Osten gelehrt. In ihrer Kunst öffnet Mona Omar Fenster zu ihrer Vergangenheit, zu Erlebtem, zu Sehnsüchten und Ängsten und zum Hier und Jetzt. Neben Mona Omar werden auch weitere Frauen ihre Bilder zeigen. Zudem wird es über die Ausstellung hinaus es ein buntes Buffet geben, welches von Teilnehmerinnen des Projekts "DOUNIA- Begegnung und Orientierung für geflüchtete Frauen" vorbereitet wird.

Samstag, 9. Dezember
Elele Ileriye, Netzwerk für Gleichbehandlung Freiburg und pro familia Freiburg
Rassismus in Feministischen Strukturen
Vortrag und Workshop, Referentin Aretha S. Schwarzbach-Apithy
10 – 16 Uhr nähere Informationen unter www.vielfalt-freiburg.net die Veranstaltung ist kostenfrei
Vortrag und Workshop beschäftigen sich mit rassistischen Strukturen im Feminismus. Gemeinsam sollen Strategien entwickelt werden, wie dies in Freiburg aufgegriffen und verändert werden kann. Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerinnen*zahl für den Workshop notwendig: anna [dot] stamm [at] profamilia [dot] de


Samstag, 09. auf Sonntag, 10. Dezember
Stelle zur Gleichberechtigung der Frau, Stadt Freiburg
FrauenNachtTaxi startet
Im Dezember 2017 wird das FrauenNachtTaxi endlich wieder eingeführt. Gewalttaten und Übergriffe auf Frauen haben in der Bevölkerung zu Verunsicherung geführt. Um Frauen nachts einen sicheren Heimweg zu ermöglichen startet das FrauenNachtTaxi in der Nacht von 09. auf den 10. Dezember 2017. Es bringt die Nutzerinnen sicher von der Innenstadt in alle Stadtteile bis vor die Haustür und fährt in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen.
Informationen unter www.freiburg.de/frauenbeauftragte


UN Tag der Menschenrechte


Sonntag, 10. Dezember            
Aktionsbündnis "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" in Kooperation mit Bike Bridge Freiburg
Abschlussveranstaltung der Aktionstage "16 Tage gegen Gewalt an Frauen"
Frauen in Bewegung – Wir erobern uns die Stadt
11:00 Uhr   Treffpunkt:  Platz der Alten Synagoge
Rad fahrend oder schiebend erobern wir uns die Stadt. Ganz im Sinne der Initiative Bike Bridge Freiburg, die Frauen mit Zuwanderungs- und Fluchterfahrung durch Fahrradtrainings ein Stück Freiheit geben möchte. So geht es bei der Fahrrad-Aktion auch darum, sich frei in der Stadt bewegen, ohne Angst, Beeinträchtigungen, Belästigungen oder Bedrohungen von einem Ort zum anderen kommen zu können, zu zeigen, dass wir viele sind und der öffentliche Raum auch uns gehört.
Unsere Tour vom Platz der Alten Synagoge führt an verschiedenen Orten von und für Frauen vorbei. Orte an denen sich Frauen treffen und sich in verschiedenen Gruppen engagieren können, wo sie beraten, unterstützt und begleitet werden.
Unsere Tour endet im Feministischen Zentrum in der Faulerstraße 20 (Grethergelände). Dort gibt es nach unserem Fahrrad-Rundgang durch die Stadt noch die Möglichkeit, sich bei Tee, Kaffee und Gebäck auszutauschen sowie Wissen und Erfahrungen zu teilen.
 


Statement - Aktionsbündnis '16 Tage gegen Gewalt an Frauen!


Menschenrechte sind unteilbar – Frauenrechte sind Menschenrechte

Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat hier und weltweit nach wie vor viele Gesichter: von der Belästigung, über alltägliche sexuelle Anmache, psychische und/oder körperliche Verletzung und Misshandlung, sexuellen Missbrauch, ökonomische Ungleichheit, Abhängigkeit vom (Ehe)Partner oder der Familie, Frauenhandel, Verschleppung, Vergewaltigung, Zwangsheirat, Zwangsprostitution sowie Verletzung elementarer Menschenrechte wie Verweigerung von Bildung, Selbstbestimmung und Eigenständigkeit bis hin zur Tötung. Fest steht auch, dass häusliche Gewalt immer noch die am meisten verbreitete Gewalt an Frauen ist.

Deshalb finden jedes Jahr vom 25. November - Inter nationaler Tag 'Nein zu Gewalt an Frauen' - bis zum 10. Dezember – Internationaler Tag der Menschenrechte - 16 Tage lang weltweit Kampagnen
gegen Gewalt an Frauen und Mädchen statt.

Das Freiburger Aktionsbündnis ' 16 Tage - Stopp Gewalt gegen Frauen' ist ein Zusammenschluss von Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, der die Freiburger Aktionstage organisiert. Ziel ist, das
Thema 'Gewalt gegen Frauen' verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und über die verschiedenen Auswirkungen und Formen der weltweit gegen Frauen und Mädchen ausgeübten Gewalt zu informieren.

Die diesjährigen Freiburger Aktionstage stehen unter dem Motto 'Frauen wollen in Würde und Sicherheit leben. Ohne Gewalt. Hier und weltweit'. Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen stehen das Thema 'Feminismus und der erstarkende Sexismus & Rassismus' sowie die Tatsache, dass "sexualisierte Gewalt im Kontext von (Bürger-)Kriegen, Flucht und Migration in den letzten Jahren immens angestiegen" ist, im Mittelpunkt unserer Veranstaltungen.

Den Auftakt der Aktionstage am 25. November bildet der Vortrag 'Internationale Frauensolidarität macht stark – Bericht von der Weltfrauenkonferenz in Nepal' mit anschließender Diskussion sowie
Raum für Begegnung und Austausch.

Abschluss der Aktionstage ist die Fahrrad-Aktion 'Frauen in Bewegung – wir erobern uns die Stadt', die am Tag der Menschenrechte, 10. Dezember, stattfindet.

Ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen und Aktionen finden Sie auch unter
www.16days-freiburg.de.

Die einzelnen Veranstaltungen werden von den verschiedenen Vereinen eigenständig durchgeführt und durch unterschiedliche Geldgeber*innen unterstützt.
Das Gesamtprogramm der diesjährigen Aktionstage sowie die Auftakt- und Abschlussveranstaltungen werden gefördert von der Stelle zur Gleichberechtigung der Frau, Stadt Freiburg und der Stiftung Umverteilen.
 


Das Freiburger Aktionsbündnis '16 Tage gegen Gewalt an Frauen'


Amica e.V., Amnesty International – Regionalgruppe Südbaden _ Frauenrechtsgruppe, Anwältinnen ohne Grenzen, Bike Bridge, Centre Culturel Français Freiburg, Deutscher Frauenring – Ortsring Freiburg, DaMigra – Dachverband der Migrantinnenorganisationen & MUT Projekt, Eine Welt Forum Freiburg, Elele ileriye, Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg, FLUSS – Bildungsarbeit zu Geschlecht und sexuelle Orientierung, fz* - Feministisches Zentrum Freiburg, Frauenhorizonte - gegen sexuelle Gewalt, Frauen mit Behinderung – Unabhängiges Netzwerk Inklusion, Frauenrechtskommission des Migrantinnen- und Migrantenbeirates der Stadt Freiburg, Frauenverband Courage Freiburg, Freiburger Interventionsprojekt gegen Häusliche Gewalt (FRIG), FreiJa - Aktiv gegen Menschenhandel, Indienhilfe - Wasser ist Leben, IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und  Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg, iz3w + fernsicht, Kommunales Kino Freiburg, LaRadio - das Frauenlesbenradio bei rdl, Lebenskünstlerinnen, Long Ping - Friedlicher Drache, Menschenrechte 3000 e.V., MigraZentrum Freiburg, Vielfalt leben - Netzwerk für Gleichbehandlung in Freiburg, P.I.N.K. - Prostitution.Integration.Neustart.Know How, pro familia Freiburg, Radio Dreyeckland, Stelle zur Gleichberechtigung der Frau der Stadt Freiburg, südnordfunk, Terre des femmes - Arbeitsgruppe Freiburg, Tritta - Verein für feministische Mädchenarbeit, Unabhängige Frauen Freiburg, Volkshochschule Freiburg, Wildwasser Freiburg

Termin: 

Samstag, 25. November 2017 - 9:00 bis Sonntag, 10. Dezember 2017 - 13:30

Downloads: 

16 Tage gegen Gewalt an Frauen 2015 in Freiburg

Das Programm findet ihr unten zum Herunterladen (pdf).

Bitte besucht die website der Kampagne: www.16days-Freiburg.de

für umfassende Informationen und die aktuellen Veranstaltungen zum Thema.

 

Veranstaltungen von Menschenrechte 3000 e.V.

zu den ''16 Tagen gegen Gewalt an Frauen'' 2015:

 

Umgang mit Gewalt durch Säureanschläge und Gerechtigkeit für Überlebende

in Englisch mit Übersetzung (konsekutiv)

Donnerstag, 26. November 2015 - 19:00 Uhr
Museum Natur und Mensch,
Gerberau 32, Freiburg

Vortrag: Jaf Shah, ASTI London, Executive Director Acid Survivors Trust International
Gerechtigkeit? Was für eine Gerechtigkeit?

Der Vortrag untersucht wie Gesetzgebung zur Verhinderung von Säureanschlägen in verschiedenen Ländern, u.a. in Indien und Kolumbien, umgesetzt wird. Wird die Verfügbarkeit von Säuren kontrolliert und eingeschränkt? Werden Überlebende mit ausreichender Entschädigung versorgt? Werden die Täter angemessen bestraft?
Der Vortrag stützt sich auf eine kürzlich veröffentlichte Studie über Gesetze betreffend Gewaltausübung durch Säureanschläge, die vom Acid Survivors Trust International in Auftrag gegeben worden war.

Eintritt 3€

VeranstalterInnen: Menschenrechte 3000 e.V. und Museum Natur und Mensch der Stadt Freiburg


"Highway of Tears" - Gewalt gegen indigene Frauen in Kanada

Dokumentarfilm in englischer Sprache

Freitag, 4. Dezember 2015 - 18:00 Uhr
Carl-Schurz-Haus, Carl-Schurz-Haus / Deutsch-Amerikanisches Institut e.V.
Eisenbahnstr. 58-62, Freiburg

Mit Einführung und anschließender Diskussion

Der Film dokumentiert die Recherche zu den vermissten und ermordeten Frauen an des 724 km langen Highway im Norden British Columbias und entstand auf Basis des Reports von Human Rights Watch von 2013.
 „...die kanadische Gesellschaft leidet unter Blindheit, wenn es um indigene Fragen geht“, sagte der Regisseur des Filmes „Highway of Tears“, Matt Smiley.
Der Film dokumentiert Gewalt an indigenen Frauen, die lange Zeit von Öffentlichkeit, Politik und Polizei ignoriert wurde. Der Fall Nicole Hoar brachte die Wende, denn sie war eine weiße Studentin aus bürgerlichem Haus, das passte nicht in das Klischee der Opfer, die meist als Frauen mit ‚ristkantem’ Lebenswandel, also Prostitution, Drogen- und Alkoholmissbrauch, zerrüttete Familien, diskreditiert werden. (Monika Seiller, Herausg. Magazin „Coyote’’)

A documentary looking into the missing and murdered women along a 724 kilometer stretch of highway in northern British Columbia.

Highway of Tears, Kanada 2014, 80 Min., Finesse Films, Regie: Matt Smiley. www.highwayoftearsfilm.com

VeranstalterInnen: Menschenrechte 3000 e.V. und Carl-Schurz-Haus Freiburg

 

STOP WAR AGAINST WOMEN - 1000 Frauen aus 70 Ländern in Den Haag

100 Jahre Frauenpower mit WILPF.
Vortrag: Helena Nyberg mit Bildern zur Frauen-Jahrhundertkonferenz vom 27. bis 29.4.2015

Dienstag, 08. Dezember 2015 - 19:00 Uhr
Centre Culturel Français – Conrad Schroeder Institut e.V.,
Münsterplatz 11 (Kornhaus),
79098 Freiburg

Über Spenden an Frauennetzwerke und Frauenarbeit in Flüchtlingslagern würden wir uns freuen.

Noch heute setzt sich die vor einhundert Jahren gegründete "Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit" (deutsch: IFFF) dafür ein, Wege zu einem dauerhaften Frieden zu finden. Die "Women’s International League of Peace and Freedom (englisch: WILPF)" versuchte in ihrem Gründungsjahr 1915 den ersten Weltkrieg zu verhindern - noch heute, unterdessen aktiv in 35 Ländern weltweit, versteht sie diesen Frieden immer verbunden mit sozialer Gerechtigkeit.
Ihre Mitglieder engagieren sich darin, die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und psychologischen Ursachen von Kriegen zu untersuchen, aufzudecken und zu beseitigen. Sie arbeiten in ihren eigenen Ländern wie auch an der UNO an konstruktiven Friedenslösungen. Frauen, Kinder und ältere Menschen sind die ersten Leidtragenden von kriegerischen Konflikten; deshalb müssen Frauen auch an vorderster Front an Friedensprozessen beteiligt werden.
Genau 100 Jahre nach der Gründung versammelten sich WILPF und Partnerorganisationen wieder in Den Haag, um gemeinsam eine neue, aktive Frauenfriedenspolitik in Gang zu setzen.
Abrüstung, Frieden und Menschenrechte gehören zu den Hauptprogrammen von WILPF. Nach Ausbruch der Revolutionen in Nordafrika und als Antwort auf die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten ist "MENA", das Engagement für den Nahen Osten und Nordafrika hinzugekommen. Hier werden namentlich Frauenprojekte unterstützt, die in ihren Gemeinschaften trotz großer Schwierigkeiten Hoffnung verbreiten.
Die Referentin ist professionelle Dolmetscherin und Mitglied bei Incomindios und bei WILPF; seit 1980 setzt sie sich als Aktivistin für die Rechte der Indigenen Völker und für Frauen ein – an der UNO arbeitet sie in verschiedenen Gremien mit und engagiert sich gegen den Uranabbau auf Ureinwohnerland. Sie hat WILPF-Schweiz 1984 mitbegründet und ist Internationales Vorstandsmitglied dieser ältesten Frauen- Friedensorganisation mit Sektionen in 35 Ländern.
„Es braucht uns auch in 100 Jahren noch – bis es keine Gewalt gegen Frauen mehr gibt“

VeranstalterInnen: Menschenrechte 3000 e.V., Eine Welt Forum Freiburg e.V. und Centre Culturel Français Freiburg

 

Das göttliche Weibliche - Gewalt gegen Frauen in Indien – Frau und Gesellschaft

Vortrag: Shalini Sahoo, Bremen

Vortrag in Englisch mit Übersetzung (konsekutiv)

Mittwoch, 9. Dezember 2015 - 19:00 Uhr
Stadtteilzentrum Vauban,
Haus 37, Saal im 1. OG,
Alfred-Döblin-Platz 1,
79100 Freiburg

Das göttliche Weibliche in der hinduistischen Tradition – der Hindu-Tradition - ist ein wesentlicher Bestandteil der Identität des indischen Subkontinents. Indien - die größte Demokratie der Welt - ist ein Land der schillernden Kontraste und Vielfalt. Während man über die Stellung der Frau in der gegenwärtigen indischen Gesellschaft nachdenkt, ging Shalini Sahoo zurück zum Hinduismus, um die Position der göttlichen Weiblichkeit zu reflektieren und dieses Verständnis mit der materiellen Welt zu verbinden.

Shalini Sahoo ist eine indische Textil-Designerin, die seit 8 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. Shalini arbeitet mit verschiedenen Materialien, Oberflächen, Strukturen und Farben und kreiert mit diesen ‚Werkzeugen’ neue Produkte und Räume – die die Leere in unserer lebenden Welt mit Harmonie und Schönheit füllen sollen.
Einen Einblick in ihre Arbeit kann man auf ihrer Website nehmen: www.sahoo.com.de/index.html

 

VeranstalterInnen: Menschenrechte 3000 e.V.

 

Termin: 

Mittwoch, 25. November 2015 - 10:00 bis Donnerstag, 10. Dezember 2015 - 23:30

Downloads: 

Der blinde Fleck Kanadas - Gewalt an indigenen Frauen

Vortrag von Monika Seiller von der Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte

Im Rahmen der Fotoausstellung Un/Sichtbar. Frauen überleben Säure.  www.freiburg.de/museen
Dienstag, 15. September | 19:00h |Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, 79098 Freiburg

Der Eintritt kostet 3 Euro.
 

Nicht nur in Indien oder Bangladesh erscheinen die Opfer von Gewalt wie unsichtbar in der öffentlichen Wahrnehmung - dieses Schicksal teilen auch die indigenen Frauen. 1017 indigene Frauen wurden von 1980 bis 2012 in Kanada ermordet, 164 gelten als vermisst und 225 weitere Fälle sind ungeklärt. Diese schockierenden Zahlen bestätigte eine Untersuchung der kanadischen Bundespolizei in ihrem Abschlussbericht von 2014. Bereits 2004 hatten die "Native Women’s Association of Canada (NWAC)" sowie Amnesty Canada auf das erschreckende Ausmaß der Gewalt an indigenen Frauen hingewiesen. Dennoch weigerten sich die Behörden, die Zahlen anzuerkennen. 2013 wies Human Rights Watch nach, dass in vielen Fällen auch die Polizeibehörden in die Gewalt an indigenen Frauen verstrickt sind. Umso überraschender, dass nun die kanadische Bundespolizei selbst die aktuellen Zahlen veröffentlichte. Die jahrelangen weltweiten Proteste zeigen damit erstmals Erfolge.

 
Museum Natur und Mensch, Menschenrechte 3000 e.V.

 

Termin: 

Dienstag, 15. September 2015 - 19:00

Frauenhaus Wiwili - Menschenrechte 3000 e.V. ist Projektpartner

Das Frauen- und Kinderschutzhaus in Wiwili, einer der Partnerschaftsstädte Freiburgs, hat am 8. März 2011 seine Türen geöffnet. Mittlerweile haben sich in drei Jahren über 260 Opfer an den gemeinnützigen Verein AMEWINS (Asociación de Mujeres Emprendedoras de Wiwilí Nueva Segovia ) gewandt, um Hilfe zu bekommen. Dabei handelt es sich neben sexueller Gewalt auch um häusliche und interfamiliäre Gewalt, um Unterhaltsstreitigkeiten, Vaterschaftsanerkennungen, Scheidungen oder Erbschaftsstreitigkeiten. Die Opfer sexueller Gewalt sind meist Kinder oder junge Frauen, die Täter überwiegend über 30 Jahre alt.

Diese Fälle finden keinen Eingang in die nationale Presse oder gehen gar durch die Medien der ganzen Welt, weil sie immer noch zum tolerierten Alltag in Nicaragua und ganz Mittelamerika gehören.

Es gehört zum Alltag vieler Frauen und Mädchen, beschimpft, degradiert, eingeschüchtert, kontrolliert und verfolgt zu werden sowohl im häuslichen als auch im sozialen Umfeld. Oft geht dieses verachtende Verhalten einher mit körperlicher und sexueller Gewalt, bis hin zu Mord.2013 wurden nach Auskunft des Frauennetzwerks gegen Gewalt in Nicaragua 74 Frauen ermordet, immerhin 11 weniger als im Vorjahr 2012. Die beiden Frauenkommissarinnen Abny Saez Centeno und Suyapa Ruiz aus Wiwilí sehen dies als einen Erfolg des Gesetzes 779 zum Schutz von Frauen vor Gewalt an, das am 22. Juni 2012 in  Kraft trat. Das Gesetz 779 stellt in vielfältiger Weise die Gewalt gegen Frauen unter Strafe, erkennt das Recht der Frauen auf ein Leben ohne Gewalt und zu werden sowohl im häuslichen als auch im sozialen Umfeld. Oft geht dieses verachtende Verhalten einher mit körperlicher und sexueller Gewalt, bis hin zu Mord. Einschüchterungen an. Darüber hinaus stellt es physische und psychische Formen von Gewalt gegen Frauen unter Strafe. Aber dennoch ist der Weg bis zu einer Anzeige gerade in ländlichen Gebieten wie Wiwili weit, die Entscheidung eine Anzeige zu erstatten und dann vielleicht die ganze Familie gegen sich zu haben schwierig.

Als einen Erfolg sieht die Leiterin des Frauenhauses Victoria Moncada die Arbeit von AMEWINS an.

Das Frauenhaus in Wiwili ist für die Frauen ein Erfolg, weil es ein Ort des Vertrauens ist , wo die Frauen und Kinder Hilfe und Beratung suchen und erhalten, eine Unterkunft für die Opfer. Wir begleiten die Opfer zur Polizei oder zu Gerichtsverhandlungen.

Auf nationaler Ebene ist das Frauenhaus anerkannt über die Frauenkommissariate der Polizei, durch Mi Familia und die Richter der Justiz.

Ein Erfolg ist auch das wöchentliche Radioprogramm zusammen mit dem Frauenkommissariat, womit auch die entlegensten Gemeinden erreicht werden, das aber auch als Medium für die Aufklärung und Prävention dient. Für die ländlichen Gebieten soll durch die Frauenkommissariate jetzt eine motorisierte Gruppe gebildet werden, die wöchentlich die entlegenen Gemeinden anfährt und Rat und Hilfe anbietet.

 Aber es gibt auch Frust und Enttäuschungen, weil bisher keine entsprechende Versorgung für die Opfer möglich ist, wie ärztliche Untersuchung und psychologische Betreuung. Dass bisher in Wiwilí keine forensische Untersuchungen durchgeführt werden können, bedeutet, dass die körperlichen Spuren der Gewalttäter nicht mehr genau nachwiesen werden können. Und zudem müssen die Opfer noch 4 –6 Stunden in die nächste Bezirkshauptstadt zur Untersuchung reisen.

MENSCHENRECHTE 3000 e.V. übernimmt daher die Projektpatenschaft hier in Deutschland, um die Unterstützung des Frauenhauses Wiwili direkt zu ermöglichen.

Die Fotos zeigen die Demo und die Feier zum 8. März - Internationalen Frauentag, das das Frauenhaus Wiwili 2015 veranstaltete.

Das Schweigen brechen - Frauen in Nicaragua kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Auf Einladung des Freiburger Aktionskomitees 16 Tage gegen Gewalt an Frauen während der ''16 Tage gegen Gewalt an Frauen'' 2014 zwei Frauen aus Wiwili/Nicaragua, einer der Partnerstädte von Freiburg an verschiedenen Veranstaltungen in Freiburg und auch in Heidelberg teil. Eingeladen waren Victoria Moncada, die Gründerin und Leiterin des Frauen- und Kinderhauses in Wiwili und Angela del Carmen Palma als Vizebürgermeisterin in Wiwili NS.

Insgesamt sprachen die beiden Frauen vor 14 verschiedenen Schulklassen schwerpunktmäßig über das Leben der Frauen in Nicaragua insbesondere im ländlichen Bereich, die Arbeit und die Schwierigkeiten des Frauen- und Kinderhauses in Wiwili, verschiedene exemplarische Beispiele von Opfern sowie den gemeinsamen Kampf der Frauen in Nicaragua gegen den Machismo, und illustrierten ihre Vorträge mit vielen Bildern. In den meisten Klassen wurden die Vorträge auf Spanisch gehalten, damit die SchülerInnen gleichzeitig Spanisch in der Muttersprache hören konnten. Die Klassen waren insgesamt stark beeindruckt von dem ganz anderen Leben in Nicaragua, erschüttert über die vorgetragenen Frauen - und Mädchenschicksale und stellten viele Fragen.

Außerdem wurden zwei gut besuchte öffentliche Abendveranstaltungen in Freiburg und Heidelberg durchgeführt, ein Vortrag beim internationalen Vernetzungstreffen von AMICA in Freiburg gehalten und ein Live-Interview bei Radio Dreyeckland geführt. Zudem fand ein Treffen mit dem Leiter des Amts für internationale Beziehungen beim Bürgermeisteramt Freiburg statt, um Möglichkeiten einer Unterstützung zu erörtern.

Für die beiden Frauen aus Wiwili war besonders wichtig ihre Arbeit in Nicaragua vor allem gegenüber Jugendlichen vorstellen zu können und dabei auf viel Interesse zu stoßen. Außerdem war der Kontakt und Austausch mit Frauen aus verschiedenen anderen Kulturen und Ländern eine besondere Erfahrung, zu sehen, dass in vielen Ländern der Welt Frauen mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, gleichzeitig aber auch zu sehen, das es überall Frauen gibt, die für eine Verbesserung der Situation der Frauen sich einsetzen und kämpfen. Dies wiederum verleiht Kraft und Energie um im eigenen Land mit der begonnenen Arbeit fortzufahren. Es besteht der Wunsch die geknüpften Kontakte fortzusetzen und zu intensivieren.

Die Feier zum Internationalen Frauentag hieß auch: tanzen und fröhlich sein. Wie schön, die Würde der Frauen zu sehen...

Termin: 

Dienstag, 31. März 2015 (Ganztägig)

16 Tage gegen Gewalt an Frauen - Freiburg

Mehr Informationen: www.16days-Freiburg.de

"16 Tage gegen Gewalt an Frauen" - 25. November / Frauenrechtstag  bis 10. Dezember / Menschenrechtstag 2013"

Das Aktionsbündnis aus 23 Gruppen und 9 weiteren punktuellen Mitveranstaltern hat ein höchst interessantes Programm mit 23 Veranstaltungen - von Ausstelllung über Vorträge und Film bis hin zu Workshops für junge Mädchen und einem frauengeschichtlichem Stadtrundgang - an vielen verschiedenen Veranstaltungsorten zusammengestellt.

MENSCHENRECHTE 3000 e.V. organisiert 2 Veranstaltungen in diesem Rahmen:

Mittwoch, 4.12. 2013, 19:30 Uhr
Ev. Studierendengemeinde (ESG), Turnseestraße 16

„Gefährliche Helfer“ (Film)

Sexuelle Gewalt durch UN-Soldaten
Ein Film von Pagonis Pagonakis und Marcel Kolvenbach

Flüchtlingslager der UNO in Uganda für Flüchtlinge aus dem Kongo sollten eine Hilfe für die Flüchtlinge sein - Frauen machen aber eine ganz andere Erfahrung ...

(siehe auch:  http://programm.ard.de/TV/daserste/gefaehrliche-helfer/eid_281069299762594?list=now)

Der Filmregisseur Marcel Kolvenbach kommt an diesem Abend nach Freiburg, um den Film vorzustellen. Er hat viele Jahre in Uganda gelebt und ist auf das Problem aufmerksam geworden.

Nach dem Film wird es die Möglichkeit zum Gedankenaustausch geben; sowie Getränke.

Samstag, 7.12. 2013. 19:00 Uhr
Saal, Erdgeschoss, Ehe+Familie, Jakob-Burckhardt-Straße 15 (Ecke Bernhardstraße) 

„Nur eine Indianerin... Gewalt gegen indigene Frauen in Kanada’’

Vortrag von Monika Seiller, Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte (AGIM), München mit Präsentation und Kurzfilm

Kanada erscheint vielen als Sehnsuchtsland von wilder Natur und Freiheit, doch die Ureinwohner des Landes leiden bis heute unter Ausgrenzung, Entrechtung und Diskriminierung. Mehr als 500 indianische Frauen sind über die Jahre "verschwunden" - vergewaltigt, ermordet oder "unauffindbar" ...Monika Seiller ist der Geschichte nachgegangen und berichtet über die Aktionen zu den "Stolen Sisters", den 'gestohlnen' Schwestern der indianischen Frauen, die heute aktiv sind - und von der Untätigkeit von Behörden und Regierung.

Nach Vortrag und Film wird es die Möglichkeit zum Gespräch, und eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken geben.

 

 

Termin: 

Montag, 25. November 2013 (Ganztägig) bis Dienstag, 10. Dezember 2013 (Ganztägig)

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