Indien

Kirchentag Hamburg 2013

Auf dem Kirchentag in Hamburg im Mai 2013 informiert James Albert über die Situation der Müllsammler in Indien und trifft sich mit Unterstützern und Mitstreitern:

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Bild 1 mit Dr. Jonas Dohrmann, Bild 2 mit Helmut Steckel von der Tibetinitiative.

Indien-Reise - bei den Müllsammlern in Delhi

Im März 2013 reiste unser Mitglied Dr. James Albert in seine Heimat Indien.

Unter anderem besuchte er die Müllsammler in Neu Delhi. James Albert reist regelmäßig nach Indien um mit Menschenrechtlern, Gewerkschaftsführern und NGOs zu sprechen und ihnen Unterstützung zu bringen.

Von seiner diesjährigen Reise brachte er die Fotos mit, die die Situation der Müllsammler und ihrer Familien in Neu Delhi zeigen.

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GewerkschafterIndien

Müllsammler-Organisationen

Dharmendra Yadav hat eine NGO gegründet, deren Generalsekretär er ist. Sie trägt den Namen „Lokadhikar“ (Recht  des Volkes).

Daneben gibt es Vereinigungen der Müllsammler in den verschiedenen Bundesländern Indiens. Sie sind alle unter einem „Dach“ zusammengefasst als: All India Kuchra Shramik Mahasang (Gesamt-indische Müllarbeiter-Großvereinigung). Hierin sind die MüllarbeiterInnen der Provinzen Delhi, Uttar Pradesh, Uttarakhand, Jharkhand, Assam und Bihar organisiert.

Allein Delhi arbeiten etwa 350000 Personen als MüllsammlerInnen. Selbst in Kanpur, einer Stadt mittlerer Größe in Uttar Pradesh, gibt es bereits 50000 MülsammlerInnen.

In den edlen Wohnbezirken zahlen die wohlhabenden Bürger dafür, dass wöchentlich ein Müllsammler vorbeikommt und die Plastiksäcke mitnimmt.  Davon können die MüllsammlerInnen in den Randbezirken und in den Geschäftsvierteln nur träumen. Hier ist es eine mühsame Arbeit, den Abfall in Fronarbeit mitzunehmen, um ihn „zu Hause“ zu verwerten. 150 Rupien pro Tag nennt auch Dharmendra als Erfahrungswert eines Tagesverdienstes eines Müllsammlers. Nun seien einige Kommunalpolitiker über Müllhaufen an Straßenecken in den Metropolen verärgert. Sie haben sich für einen Müllverarbeitungsprozess aus dem Ausland entschieden – das Müllverbrennen – und versuchen es nun auch in Indien durchzusetzen.  Eine Reihe von großen Firmen haben bereits  Müllverbrennungsanlagen am Rande der Städte errichtet.  Sie schicken Müllautos durch die Straßen und holen so viel Müll ab wie möglich.  Der Müll wird verbrannt und die Asche auf Deponien abgeladen.

hier zum Download der Bericht ''Bei den Müllsammlern Delhis im März 2013''
von Dr. James Albert: pdf-download  (440 kb)

Wenn Sie helfen möchten:

Die derzeitige NGO „Lokadhikar“ muss es schaffen eine Gewerkschaft zu werden.  Damit gewinnen sie direkten Einfluss auf die Mitbestimmungsmöglichkeiten einer anerkannten Gewerkschaft.  Sie kann Ausweise für ihre Mitglieder erwirken, die ihnen die Grundlage zur  politischen  Partizipation gibt. Weiterhin können sie dann von sozialen Programmen der Regierung profitieren.

Dafür benötigen sie dringend eine Anschubfinanzierung, denn die Armut der MüllarbeiterInnen ist so groß, dass Mitgliedsbeiträge nur im Centbereich liegen. Hierzu möchte „Menschenrechte3000 e.V.“ beitragen und nimmt Spenden unter der folgenden Bankverbindung gern an.  Das eingehende Geld wird ohne Abzüge für Verwaltung etc. an die NGO fließen.

Ihre Spende an:

Stichwort: Müllsammler- Indien

Volksbank Freiburg:

BLZ 680 900 00
Konto-Nr: 21335703


Vielen Dank.

Zur Situation der Frauen in Indien

Aktueller Beitrag in der TAZ vom 17.1.2013:

Die Brigade der Tapferen: http://www.taz.de/Sexuelle-Gewalt-in-Indien/!109218/

Über die Deutsch-Indische Gesellschaft Freiburg erreichte uns auch diese Meldung über eine Aktion von Frau Gupta (von der DIG Essen) hinweisen

Wie Ihnen in den vergangenen Wochen sicherlich nicht entgangen sein wird, bestehen landesweit Proteste in Indien, aufgrund eines brutalen Gewaltverbrechens an einer jungen Frau in Delhi am 16. Dezember 2012.

Menschen, nicht nur indischer Wurzeln, überall auf der Welt sind betroffen über die Tat, aber noch weit mehr darüber, dass solche und andere Vergehen an Frauen und Mädchen in Indien anscheinend einen Teil der Realität widerspiegeln.
Im Verlauf der Proteste habe ich daher Ende Dezember einen offenen Brief verfasst, den Sie hiermit als Anlage erhalten (deutsche und englische Version). Er hat derzeit über 60 Unterzeichner, sowohl aus dem deutschen als auch teils aus dem ausländischen Raum. Ihnen Allen ist es ein Anliegen, dass die Festivitäten des bevorstehenden Republik-Tags sinnvoll verändert werden, in eine Art Plattform des konstruktiven Diskurses, wo die aktuelle Thematik und ihr zugrundeliegende Ursachen Eingang finden. Hierbei brauchen wir Ihre Unterstützung!

Mit den besten Grüßen und herzlichem Dank,

Sunanda J. Gupta

dazu bitte weiterlesen: Republik-Tag Indien 2013 - Setzen Sie ein Zeichen für Frauen! (download pdf